QR-Code an der Ladesäule prüfen
An Ladesäulen tauchen aufgeklebte QR-Codes auf, die zu nachgemachten Bezahlseiten führen. Der Ladevorgang startet nie, die Kartendaten sind weg. Erkennen lässt sich das an der Adresse – hier können Sie sie prüfen lassen, bevor Sie etwas eingeben.
Wichtig vorweg: Öffnen Sie den Code nicht und geben Sie nichts ein, bevor Sie die Adresse gelesen haben. Die meisten Handy-Kameras zeigen sie vor dem Antippen an – genau dieser Text gehört hier hinein.
Woran Sie einen aufgeklebten Code auch ohne Technik erkennen
- Fühlen Sie über den Aufkleber. Der echte Code ist meist aufgedruckt oder liegt unter einer Folie. Ein aufgeklebtes Etikett mit Kante darüber ist das deutlichste Zeichen – oft sieht man am Rand noch den darunterliegenden Code.
- Vergleichen Sie mit der Nachbarsäule. An einem Ladepark sehen alle Säulen gleich aus. Klebt nur auf einer ein Code, der anders sitzt oder anders aussieht, genügt das schon.
- Lesen Sie die Adresse, bevor Sie tippen. Die Kamera zeigt sie an. Der Name des Betreibers muss direkt vor der Endung stehen: bei
enbw.com/pay ist alles in Ordnung, bei enbw.com.pay-xy.top gehört die Adresse zu pay-xy.top.
- Nutzen Sie lieber die App oder die Ladekarte. Wer über die App des Anbieters startet, braucht den QR-Code gar nicht – dann geht der Trick ins Leere.
- Melden Sie es, wenn Sie einen gefälschten Code finden: dem Betreiber, und über diese Seite, damit andere gewarnt sind.
Was diese Prüfung kann – und was nicht
- Sie prüft die Adresse, nicht die Seite dahinter. Aufgerufen wird hier nichts; eine gefälschte Seite bekommt von Ihrer Prüfung nichts mit.
- Ein unauffälliger Befund ist kein Freispruch. Im Register stehen 11.755 Betreiber – die allermeisten Adressen kennt diese Seite nicht und kann sie nur auf Merkmale abklopfen, die von der Liste unabhängig sind.
- Eine ungewohnte Adresse ist nicht zwingend Betrug. Bezahlvorgänge laufen oft über einen Dienstleister mit eigener Adresse. Deshalb steht dort eine Warnung und keine Anschuldigung.
- Das Verzeichnis der Betreiberadressen stammt aus denselben von Hand geprüften Quellen wie die Störungsnummern – aufgenommen wird nur, was auf einer Seite des Betreibers selbst stand.